Die „Banater Semmering – Bahn” (Anina – Oravița)

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DIE ERSTE GEBIRGSBAHN RUMÄNIENS
DIE ERSTEN EISENBAHN-TUNNELS RUMÄNIENS
33,8 KM GESAMTLÄNGE
134 KURVEN
14 TUNNELS – GESAMTLÄNGE 2.084 M
10 VIADUKTEN – GESAMTLÄNGE 843 M
2.117 M IN FELSEN GEGRABENE ENGPÄSSE
MAUERWÄLLE MIT EINER GESAMTLÄNGE VON 9.946 m

 

Im Jahr 1790 entdeckte der Holzfäller Mathias Hammer die Steinkohle in Steierdorf, die qualitativ besonders hochwertig ist. Zwei Jahre später wurde bereits mit deren Förderung begonnen. Das „Schwarze Gold“ musste an die Donau gebracht werden, wo es dann auf Schiffe verladen wurde. Deshalb wurde eine Eisenbahnlinie von Lissawa zum Donauhafen Basiasch gebaut.

Die Arbeiten wurden 1846 unter der Leitung des Bauingenieurs Karl Bach begonnen. Im August 1854 ist die 62,6 km lange „Kohlenbahn“ zwischen Orawitz und Basiasch als erste Eisenbahnstrecke mit Normalspur in Rumänien für den Kohlentransport in Betrieb genommen worden.

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Die Kohle wurde von Steierdorf nach Lissawa mit einer Seilbahn befördert. Von dort ging es dann mit einer Pferdebahn nach Orawitz, die 1860 zu einer Normalspurbahn ausgebaut wurde.

Die „Banater Semmering-Bahn“ ist im Spätherbst 1863 fertig gestellt worden, und der Güter – und auch Personenverkehr wurde daraufhin aufgenommen.

Um die Strecke mit dem sehr kleinen Radius von 114 m befahren zu können, sind in einer Wiener Lokomotivfabrik vier dafür geeignete Maschinen von dem Ingenieur Pius Fink entworfen und gebaut worden: STEYERDORF, KRASSOVA, GERLISTE und LISSAWA.

Die Eisenbahnlinie Anina-Orawitz oder „Banater Semmering-Bahn“ ist die erste Gebirgsbahn auf dem heutigen Gebiet Rumäniens und ist seit 150 Jahre im Einsatz. Bewundernswert ist ihre kühne technische Anlage – „eines der größten Kunstwerke der Eisenbahn-Bautechnik“ und die wunderschöne Gegend. Die Bahnstrecke hat eine Länge von 33,8 km und besteht aus 134 Kurven, 14 Tunnels (die ersten Eisenbahn-Tunnels Rumäniens), 10 Viadukten, 2.117 m in Felsen gegrabene Engpässe, Mauerwälle mit einer Gesamtlänge von 9.946 m, Kurven mit dem kleinst möglichen Radius – 114 m.

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Der Orawitzaer Bahnhof liegt auf einer Höhe von +218,6 m und der Aninaer Bahnhof auf +557,6 m über den Meeresspiegel, also ergibt sich ein Höhenunterschied von 339 m.

Die Eisenbahnlinie Anina – Orawitz hat den Namen „Banater Semmeringbahn“ erhalten, die in einer schwer zugänglichen, aber zugleich wunderschönen Landschaft verläuft. Der 660 m lange Tunnel bei Gerliste Krassova) ist der längste dieser Strecke, dabei der engste im heutigen Rumänien.

Mit einer Länge von 131 m ist das Viadukt über den Bach Jitin der längste dieser Eisenbahnlinie, das von sechs Steinbögen bis zu einer Höhe von 37 m gestützt wird. Aus einem Tunnel kommend fährt man über diese Brücke wieder in einen Tunnel ein.

Die Schönheiten der Landschaft wird die Fahrgäste begeistern. Senkrechte Felswände, hohe Bergrücken, dichte, mit Kiefern – und Buchenwäldern bewachsene, liebliche Täler und tiefe Schluchten faszinieren zu jeder Jahreszeit. Die Bahn wurde zum Kohletransport genutzt. Obwohl heute keine Kohle mehr gefördert wird, muss die „Banater Semmeringbahn“ als Europäisches Symbol weiter leben.

Zur Zeit auf der Eisenbahnstrecke Anina – Orawitz, der Zug Regio 9694 fährt täglich um 13:30 aus Anina und kommt um 15:20 in Bahnhof Orawitz an. Der Zug Regio 9695 fährt täglich um 11:15 aus Orawitz und kommt um 13:05 in Anina an.

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